Foto-Reportageband 1991    gab    die    Redaktion    des    „Stern“    aus    Anlass    des    bevorstehenden Zusammenschlusses   der   Bundesrepublik   Deutschland   und   der   DDR   einen Foto-Reportageband   von   6   Autoren      unter   dem   Titel   „Deutschland   ungleich Vaterland“   heraus.   Ich   schrieb   den   Beitrag   „Der   Kollaps   der   ostdeutschen Wirtschaft“.    Als    sich    die    DDR    am    1.Juli    1990    ohne    Übergangsphase, sozusagen   über   Nacht,   in   einer   Wirtschafts-   und   Währungsunion   mit   der Bundesrepublik   wiederfand,   pfiff   plötzlich   der   eiskalte   Wind   kapitalistischer Marktwirtschaft   in   das   bisher   abgeschirmte   Wirtschaftstreibhaus   DDR.   Zum ersten   Mal   erlebten   die   Bürger   der   ehemaligen   DDR   eine   um   sich   greifende Arbeitslosigkeit und den Zusammenbruch ihrer Industrielandschaft. Fotobildband Als   aus   Westberlin   und   der   DDR-Hauptstadt   wieder   ein   einheitliches   Berlin als     Hauptstadt     der     neuen     und     größeren     Bundesrepublik     Deutschland entstand,   gab   die   Stern“-Redaktion   1992   einen   Fotobildband   mit   Beiträgen von   sechs   Autoren   heraus.   Ich   schrieb   auf   Wunsch   der   Herausgeber   über   die Wilhelmische   Epoche.   Darin   ging   es   um   den      damaligen   Aufstieg   Berlins   zur Reichshauptstadt     in     den     Jahren     1871     bis     1918.     Berlin     war     zur Millionenmetropole,   zum   Industriezentrum,   zur   Stadt   der   Wissenschaft   und zum   kulturellen   Zentrum   mit   Verlagen   und   Theatern   geworden.   Während sich   der   Wilhelminische   Hof   immer   stärker   aus   der   Steuerkasse   bediente,   gab es    in    Berlin    um    1900    30.000    Kellerwohnungen    und    Tausende    völlig überbelegte    Hinterhofbehausungen,    so    dass    Heinrich    Zille    in    jener    Zeit feststellte:   “Mit   einer   Wohnung   kann   man   einen   Menschen   töten   wie   mit einer Axt.“ Militärwissenschaftliches Bücher Psychologische Kriegsführung Die   offiziöse   Zeitschrift   des   NATO-Generalstabs   hatte   im   Mai   1961   über   die Psychologische     Kriegführung     geschrieben:     „Die     Front     des     politischen Krieges    ist    jetzt    die    wesentlich.“    Bereits    1958    war    in    Baltimore    des Handbuch der Psychologischen Kriegführung der USA unter dem Titel “A    Psychological    Warfare    Casebook“    erschienen,    darin    wurde    definiert: Diese   Psychologische   Kriegführung   sei   ein   umfassender   Begriff   und   schließe beides   ein,   die   Tätigkeit   in   Friedenszeiten   und   in   Kriegszeiten   und   hat   die Aufgabe,   sowohl   die   militärischen   als   auch   die   politischen   Operation   zu unterstützen. Mein   militärwissenschaftliches   Buch   zur   Psychologischen   Kriegführung   in der   Frontpropaganda   im   Ersten   Weltkrieg,   in   den   Streitkräften   des   Hitler- Regimes,   in   den   USA-Streitkräften   und   in   den   westdeutschen   Streitkräften erschien   1961   im   Militärverlag   der   DDR   in   Berlin   und   wurde   wegen   des großen   Leserinteresses   noch   einmal   in   einer   Neuauflage   herausgebracht.   In den    folgenden    Jahren    erschienen    1963    und    1964    auch    Nachdrucke    im sowjetischen und im bulgarischen Militärverlag. Deutscher Militärverlag, Berlin,1962   Soldatenehre Als    ich    mich    1957    entschloss,    dieses    kleine    Büchlein    für    den    DDR- Militärverlag   zu   schreiben,   war   die   Nationale   Volksarmee   gerade   per   Gesetz der   DDR   aufgestellt   worden.   Ich   konnte   davon   ausgehen,   dass   die   Armee   der DDR    keinen    Aggressionskrieg    wie    die    Wehrmacht    des    Dritten    Reiches führen,   sondern   nur   das   Territorium   der   DDR   gegen   Überfälle   schützen   wird. Bis   zum   Ende   der   DDR   hat   die   Volksarmee   der   DDR   an   keinem   Krieg   als kämpfende      Streitkraft      teilgenommen.      Insofern      konnte      von      einer Ehrenhaftigkeit    des    Dienstes    seiner    Soldaten    ausgegangen    werden.    Die DDR-Volksarmee   hat   dazu   beigetragen,   dass   es   zu   keinem   Krieg   innerhalb Deutschlands gekommen ist. Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR,1957
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© Gerhard Zazworka 2018